Vista MediaCenter betriebsbereit
Über Ostern habe ich nun meinen Wohnzimmer-PC zusammengebastelt - dieser ist bis jetzt für Videos, Fotos, MP3's und Internetradio eingerichtet - DVB-T kommt ggf. später hinzu.
Folgende Hard- und Software findet Verwendung:
- Micro-ATX-Mainboard von Asus
- AMD X64 Dualcore mit 2 x 2,9 Ghz.
- 4 GB DDR2-RAM
- HTPC-Alu-Gehäuse von SilverStone
- 550 GB SATA-2-Festplatten
- WLAN-PCI-Karte mit 300 MBit.
- NEC DVD-RAM-Brenner
- Ultra-Silent-Netzteil mit 450 Watt
- 2 Gehäuselüfter laufen mit 7 Volt
- MediaCenter Infrarot-Fernbedienung
- Windows Vista Home Premium 64Bit mit MediaCenter
Der Aufbau des PC's war eine lange Fummelei, das Gehäuse bietet wenig Platz für die Montage der Komponenten. Nachdem ich die Serien-Gehäuselüfter auf 7 Volt angeklemmt hatte und den Prozessorlüfter per Bios-Einstellung ruhig gestellt hatte war das ganze dann auch wirklich wohnzimmertauglich. Der große Silent-Prozessorkühler konnte aus Platzgründen leider nicht verbaut werden. Die dauernden Abstürze beim Netzwerkzugriff haben mich einen ganzen Tag gekostet - leider ein Treiberproblem der Edimax-Karte, erst ein Treiber vom Chiphersteller Ralink brachte den Durchbruch in Sachen Geschwindigkeit und Stabilität. WLAN läuft nun bei 89% Feldstärke mit angezeigten 216 MBit (netto Datenrate 57 MBit - gemessener Transfer mit einem 1 Ghz.-Celeron-Linux-Rechner mit IDE-Platte).
Nun läuft der PC wirklich rund, mit einen ganz geringen Grundrauschen steht nun mächtig Rechenpower zur Verfügung. Das von vielen verachtete Windows Vista läuft bei mir richtig gut, gönnt sich aber lockere 1,1 GB RAM ohne daß auch nur ein Programm läuft. Der Vista MediaCenter ist meiner Meinung nach gut gemacht - man kann alle Bildschirmanzeigen auf dem 19er Belinea auch vom Sessel aus bequem erkennen und das Gerät so per Fernbedienung bedienen. Nebenbei kann man aber auch noch auf dem 20er Monitor an dem PC normal arbeiten, die üblichen OpenSource-Projekte wie OpenOffice, Thunderbird, Firefox, Gimp etc. sind natürlich mit an Board.
Fazit: Trotz meiner Skepsis gegenüber Wohnzimmer-PC's scheint es doch eine gute Medienzentrale zu sein, man erspart sich bei entsprechender Ausstattung diverse Geräte wie z.B. Fernseher mit DVB-T, Festplattenrekorder, Musik- und Video-Streaming-Client, Streaming-Server, digitale Bilderrahmen etc. Einziger Nachteil ist die aufwändige Konfiguration des Systems sowie die Zeit von ca. 1 Minute für den Systemstart. Für das schnelle fernsehen zwischendurch vom Sofa aus bleibt mein 19er LCD-Fernseher weiterhin an der Wand hängen.



